Song des Monats: "Land of Confusion" von Genesis
Die Weltwirtschaft beweist weiterhin bemerkenswerte Widerstandskraft, doch Anlegerinnen und Anleger bewegen sich derzeit in einem äusserst komplexen Umfeld. Das Wirtschaftswachstum bleibt positiv, die Investitionen in Technologie und künstliche Intelligenz nehmen an Fahrt auf, und die Gewinne internationaler Unternehmen präsentieren sich insgesamt solide. Die US-Märkte notieren auf Allzeithochs, mit einer extremen Konzentration im Technologiesektor und hohen Bewertungsniveaus. Gleichzeitig verändern geopolitische Spannungen, Handelskonflikte und Sorgen um die Energieversorgungssicherheit das globale makroökonomische Umfeld Schritt für Schritt.
Zu dieser Gemengelage passt kaum ein Soundtrack besser als «Land of Confusion» von Genesis. Vor vierzig Jahren veröffentlicht, beschrieb der Song bereits eine Welt, in der sich Unsicherheit, Machtkämpfe und das Gefühl, die Orientierung zu verlieren, mit der Hoffnung auf Veränderung vermischten.
Inhaltsverzeichnis
Die wichtigsten Erkenntnisse:
US-Aktienmarkt auf Allzeithoch.
Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bei rund 4.75 %.
Die Strasse von Hormus dürfte kaum zur Lage vor dem Iran-Krieg zurückkehren.
Die strategische Erdölreserve der USA auf dem tiefsten Stand seit 1982.
Bitcoin mit der stärksten Monatsrendite seit über einem Jahr.
Mit einer Nettorendite von +4.52 % (seit Jahresbeginn bis 31. August 2026) lagen die ausgewogenen Alpian-Portfolios leicht über unserer Benchmark (+4.36 %)*.
Die Entwicklung der Aktien
Die globalen Aktienmärkte setzten ihren Aufwärtstrend fort, obwohl das Umfeld herausfordernd blieb: hartnäckige Inflation, steigende Renditen langlaufender Obligationen und erneute geopolitische Spannungen im Nahen Osten. Der US-Markt erreichte im Monatsverlauf neue Allzeithochs, gestützt von starken Unternehmensergebnissen und anhaltendem Optimismus rund um technologienahe Anlagen. Der SMI gab ganz leicht nach (-0.40% im Monat).
Künstliche Intelligenz blieb das dominierende Marktthema. Anlegerinnen und Anleger beobachteten genau, ob sich die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur künftig in Gewinnwachstum niederschlagen. Gleichzeitig sorgten höhere Renditen von US-Staatsanleihen immer wieder für Volatilität, da die Inflationsaussichten neu beurteilt wurden.
Gegen Monatsende rückten geopolitische Sorgen wieder in den Vordergrund, weil sich die Spannungen mit dem Iran verschärften. Die Ölpreise zogen an, und Fragen zur globalen Energiesicherheit sowie zu den Schifffahrtsrouten durch die Strasse von Hormus kamen erneut auf.
Insgesamt prägten im August wieder erstarkte Technologieaktien, robuste Unternehmensgewinne und das Vertrauen der Anlegerinnen und Anleger das Bild, dass Wirtschaftswachstum und Innovation stärker wiegen als die Belastungen durch Inflation, höhere Zinsen und geopolitische Unsicherheit.
Die Entwicklung der Anleihen
Die Renditen der Staatsobligationen stiegen im Monatsverlauf weiter an, wobei die Rendite zehnjähriger US-Treasuries den August bei rund 4.75 % beendete. Unter den Anlegerinnen und Anlegern wuchs die Sorge, dass höhere Ölpreise, ausgelöst durch die Spannungen mit dem Iran und die Risiken für die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus, den Inflationsdruck zusätzlich verstärken und die Zinsen länger auf hohem Niveau halten könnten.
Dennoch verzeichneten die Indizes Global High Yield und Global Bonds positive Renditen. Solide Couponerträge und die anhaltende Nachfrage nach Kreditanlagen kompensierten den negativen Effekt der steigenden Treasury-Zinsen.
Die Entwicklung von Rohstoffen, Währungen und digitalen Vermögenswerten
Die Rohstoffmärkte wurden vor allem von den Energiepreisen und der geopolitischen Lage geprägt; Brent-Öl hielt sich über 90 USD pro Barrel. Die strategische Erdölreserve der USA sank unter 290 Millionen Barrel und damit auf den tiefsten Stand seit 1982, nur 10 % über ihrer technischen Betriebsgrenze (die zur Öllagerung genutzten Salzkavernen könnten in sich zusammenfallen, falls der Füllstand zu stark absinkt). Dies zeigt, wie stark die Notreserven angesichts der anhaltenden Störungen der globalen Ölflüsse geschrumpft sind. Auch Gold entwickelte sich stark (+9.70 %) und profitierte von der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit, der hohen Staatsverschuldung und der Nachfrage nach defensiven Anlagen.
Der Euro beendete den Monat bei 0.939 CHF, der US-Dollar bei 0.808 CHF.
Bitcoin legte deutlich zu (+25.40 %) und profitierte von neuem Optimismus der Anlegerinnen und Anleger, der zunehmenden Beteiligung institutioneller Investoren und der anhaltenden Nachfrage nach digitalen Anlagen. Die Sorgen um den fiskalpolitischen Kurs der USA und eine mögliche Dollarschwäche rückten Bitcoin zusätzlich in den Fokus. Der Kurs erzielte damit die stärkste Monatsrendite seit über einem Jahr und übertraf sowohl globale Aktien als auch Obligationenmärkte deutlich. Digitale Anlagen unterliegen sehr hohen Kursschwankungen und einem Totalverlustrisiko.
«Land of Confusion» dürfte noch eine Weile der passende Soundtrack für die Märkte bleiben. Doch auch in einem verwirrenden Umfeld verdienen einige Entwicklungen besondere Aufmerksamkeit.

Alpian: Die Performance unserer Portfolios
Seit Jahresbeginn bis zum 31. August 2026 erzielten die diskretionär verwalteten ausgewogenen Portfolios von Alpian eine durchschnittliche Nettorendite von +4.52 % und lagen damit leicht über unserer Benchmark, dem Performance Watcher Mid-Risk Index, der bei +4.36 % stand.*
Eine Anlagestrategie aufzubauen heisst nicht, kurzfristigen Trends nachzulaufen. Es geht darum, ein solides, persönliches Konzept zu entwickeln, das auch langfristig Bestand hat.
Haben Sie Fragen zu Anlagen? Unsere Vermögensberater stehen Ihnen gerne zur Verfügung.
*Performance des ausgewogenen Portfolios von Alpian im Vergleich zum PW Mid-Risk Index (31. Dezember 2025 bis 31. August 2026). Die durchschnittliche Performance der Schweizer Banken für eine ausgewogene Strategie wird durch den Performance Watcher Mid-Risk Index dargestellt. Für Alpian zeigen wir die durchschnittliche Performance aller diskretionär verwalteten Portfolios, die einer ausgewogenen Strategie folgen (Aktienanteil zwischen 40 und 60%). Alle Performancezahlen entsprechen der aggregierten zeitgewichteten Rendite nach Gebühren über alle Kundinnen und Kunden von Alpian mit einer ausgewogenen Strategie. Individuelle Anlageergebnisse können abweichen, etwa aufgrund des Anlagezeitpunkts oder spezifischer Strategieentscheide. Die vergangene Performance ist kein Hinweis auf künftige Ergebnisse. Der Inhalt dieser Publikation dient ausschliesslich Informationszwecken und ist nicht als rechtliche, steuerliche, anlagebezogene, finanzielle oder anderweitige professionelle Beratung zu verstehen.
Die Performance sollte immer zusammen mit dem Risiko beurteilt werden. Performance Watcher bereinigt die Renditen um die Volatilität und vergleicht die so ermittelte risikobereinigte Performance mit jener der Benchmark.
Anlagen sind mit Risiken verbunden, einschliesslich des möglichen Verlusts des investierten Kapitals. Der Wert von Anlagen kann schwanken, und es gibt keine Garantie für Gewinne oder für die Vermeidung von Verlusten. Diversifikation gewährleistet keinen Gewinn und schützt nicht vor Verlusten. Interessierte Anlegerinnen und Anleger sollten vor Anlageentscheiden eine qualifizierte Finanzberatung hinzuziehen. Bitte lesen Sie vor einer Anlage die vollständigen Risikohinweise und die weiteren relevanten Dokumente auf unserer Website.
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