Ein Beitrag in Zusammenarbeit mit PLUS, dem Schweizer Spezialisten für Buchhaltung, Steuern, Versicherungen und Hypotheken.
Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Leitzins am Donnerstag, 24. September, erneut bei 0.00 % belassen. Damit legt sie auf diesem Niveau bereits zum fünften Mal in Folge eine Pause ein. Hinter der scheinbaren Ruhe meldet sich jedoch ein altbekanntes Thema zurück: die Inflation, die einmal mehr von steigenden Ölpreisen angetrieben wird.
Was sind die wichtigsten Punkte des Entscheids vom September?
Am Zins selbst ändert sich nichts. Geld kostet in der Schweiz nach wie vor nichts, der tiefste Leitzins unter den grossen Zentralbanken. Für Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer wie auch für alle, die kaufen möchten, bleiben die Finanzierungsbedingungen vorteilhaft.
Die eigentliche Botschaft steckt in den Prognosen. Laut SNB hat die Inflation seit Juni weiter zugelegt, vor allem wegen der höheren Energiepreise. Die Nationalbank hat ihre Inflationsprognose deshalb angehoben:
2026: 0.7 % (Juni: 0.6 %)
2027: 0.8 % (Juni: 0.6 %)
2028: 0.8 % (Juni: 0.7 %)
Das sind nach wie vor moderate Werte. Die Richtung hat sich jedoch gedreht: Zum ersten Mal seit mehreren Quartalen zeigt der Trend nicht mehr nach unten.
Weshalb fällt das Öl so stark ins Gewicht?
Energie schlägt direkt auf die Preise durch: beim Treibstoff, beim Heizöl und beim Warentransport. Die Spannungen im Nahen Osten haben den Ölpreis in die Höhe getrieben, und dieser Anstieg wirkt sich nach und nach auf die Lebenshaltungskosten in der Schweiz aus.
Im Ausland haben bereits mehrere Zentralbanken die Zinsen angehoben. Die SNB wartet dagegen vorerst ab, da der mittelfristige Inflationsdruck aus ihrer Sicht nur leicht zugenommen hat.
Zinserhöhung im Dezember oder im März: Müssen Sie damit rechnen?
Im Moment spricht nichts zwingend dafür. Mit einer erwarteten Inflation von unter 1% liegt die Schweiz komfortabel innerhalb der Spanne von 0 % bis 2 %, die die SNB als Preisstabilität definiert.
Ein wichtiger Puffer wirkt allerdings weniger stark als zuvor. Handelsgewichtet hat der Franken seit Juni rund 3 % an Wert eingebüsst. Dadurch werden Importe teurer, und genau das ist einer der Gründe, weshalb die SNB ihre Prognose angehoben hat. Steigt der Ölpreis weiter und greifen die höheren Energiekosten auf die übrige Wirtschaft über, könnte die SNB bei ihren nächsten Lagebeurteilungen im Dezember oder im März den Kurs anpassen.
Eine Zinserhöhung ist zwar nicht das Hauptszenario, ganz ausschliessen sollten Sie sie aber nicht mehr.
Was bedeutet das für Ihre Hypothek?
Das hängt davon ab, wie Sie finanziert haben.
SARON-Hypothek. Ihr Zins orientiert sich eng am Leitzins der SNB. Solange dieser bei 0.00 % liegt, profitieren Sie von sehr tiefen Konditionen. Steigt er, merken Sie das sofort an Ihren Kosten.
Festhypothek. Ihr Zins richtet sich nicht direkt nach der SNB, sondern nach den Erwartungen an den Finanzmärkten. Und die Märkte reagieren in der Regel früher als die Zentralbanken. Rechnen die Anlegerinnen und Anleger mit einer Erhöhung, können die Festzinsen auch ohne offiziellen Entscheid anziehen.
Was können Sie jetzt tun?
Behalten Sie die Laufzeiten Ihrer Hypotheken im Auge. Wird eine Tranche in den nächsten 12 bis 24 Monaten fällig, lohnt es sich, Ihre Möglichkeiten schon jetzt abzuklären.
Rechnen Sie Ihr Budget mit einem höheren Zins durch. Wäre Ihnen auch bei höheren Kosten noch wohl?
Überprüfen Sie die Aufteilung Ihrer Tranchen. Mit einer Kombination aus SARON- und Festhypothek profitieren Sie von tiefen Zinsen und begrenzen gleichzeitig Ihr Risiko.
Vergleichen Sie die Angebote. Zwischen den einzelnen Anbietern gibt es teils erhebliche Unterschiede, gerade in unsicheren Zeiten.
Wie entscheiden Sie mit einem guten Gefühl?
Eine Strategie, die für alle passt, gibt es nicht. Welche Lösung die richtige ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrer Risikobereitschaft und Ihren Plänen ab. Eine Fachperson schafft Klarheit, spielt mit Ihnen verschiedene Szenarien durch und findet die Finanzierung, die zu Ihnen passt.
PLUS ist ein Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Lausanne, über 25 Mitarbeitenden und einer aktiven Präsenz im ganzen Land. Durch die Kombination von Expertise in Buchhaltung, Steuern, Versicherungen und Hypotheken bietet PLUS 360°-Finanzberatung und massgeschneiderte Lösungen. Bis heute wurden bereits über 10'000 Kunden begleitet. Ob Unternehmen, Selbständige oder Privatpersonen, ihr Team hilft Ihnen, Ihre Projekte mit Klarheit und Gelassenheit zu verwirklichen.
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